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Werden die Kategoriemieten schon bald erneut erhöht?

Josef Iraschko, Mietrechtsexperte und KPÖ-Bezirksrat in der Leopoldstadt, warnt davor, dass es schon in Kürze zu einer erneuten Erhöhung der Kategoriemieten kommen wird.

Laut Iraschko ist zu befürchten, dass bei der nächsten Veröffentlichung der Zahlen der Statistik Austria im Dezember der Verbraucherpreisindex die 5%-Marke (bezogen auf April 2011) überschreiten wird, womit es zu einer quasi-automatischen Erhöhung der Kategoriemieten kommt, denn die Mieten (egal ob es sich um Kategorie-Mieten oder um Richtwert-Mieten handelt) sind in Österreich an die Entwicklung der Inflationsrate gekoppelt.

Iraschko: "Betroffen wären grundsätzlich alle Mietverträge, die noch vor 1994 abgeschlossen wurden (Kategorie-System), und die überwiegende Mehrzahl der Gemeindewohnungen, auch diejenigen, bei denen auch noch nach 1994 das Kategoriemieten-System zur Anwendung kam."

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Unser Angebot

Das MSZ bietet kostenlose Beratung in allen miet- und wohnrechtlichen Fragen an. Dies ist sowohl über das Internet (mieterselbsthilfe@kpoe.at) möglich, über Telefon (480 88 33) als auch über direkte Beratung im Büro (nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung!)

Sollte sich aus der Beratung die Notwendigkeit einer Vertretung vor einer Schlichtungsstelle oder Bezirksgericht ergeben, verweisen wir auf den Mieterschutzverband Österreichs, wo allerdings Mitgliedschaft erforderlich ist.

Unser Angebot umfasst unter anderem Auskünfte und Hilfe bei

Überprüfung der Mietzinse und Betriebskosten
Kündigungs- und Besitzstörungsangelegenheiten
Räumungsklagen
Fragen zur Befristung von Mietverträgen
Erhaltungs- und Verbesserungspflichten
Überprüfung von Haupt- und Untermietverträgen
Wohnbeihilfe etc.
Überprüfung der Anspruchsberechtigung für eine Gemeindewohnung

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Wichtige Service Links

Links für MieterInnen

Wo erhalte ich die Lagezuschläge für Wien

Wohnbeihilfe in Wien

Wiener Wohnen

Mieterschutzverband Österreich

Österreichische Hochschülerschaft Sozialreferat, Wohnungspolitik

Linke Links

Kommunistische Partei Österreichs

Die Website der KPO-Wien

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Tipps und Tricks

Eintrittsrecht
Erdungen von Stromleitungen über Wasserleitungen verboten!
Anmietung eines Ein- oder Zweifamilienhauses
Anmietung einer Dachbodenwohnung
Das Mietanbot/Vorvertrag
Adressbüros
Kündigungsfrist / Kündigungsrecht
ABC des Mietrechts


Wie nimmt man das Eintrittsrecht in einen bestehenden Mietvertrag wahr?

Es gibt zwei Formen des Rechts auf Eintritt in ein bestehendes Mietverhältnis.

1. Der/die HauptmieterIn verlässt die Wohnung (§ 12 MRG - Abtretung des Mietrechts):
Er/sie darf seine/ihre Hauptmietrechte dem Ehegatten oder Verwandten in gerader Linie, einschließlich auch Wahlkindern oder Geschwistern abtreten. Ehegatte, (Achtung! Lebensgefährten haben derzeit noch kein Eintrittsrecht unter Lebenden!) Verwandten und Wahlkinder müssen mindestens die letzten zwei Jahre, Geschwister mindestens die letzten 5 Jahre mit dem/der HauptmieterIn im gemeinsamen Haushalt gewohnt haben. Kürzer ist diese Zeit, wenn die Betroffenen die Wohnung (z.B. erst vor einem Jahr) gemeinsam bezogen haben.

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Hausbesetzer und Mieter: Demo von „Wilder Wohnen“

Aktuelles„Wilder Wohnen“, ein Bündnis aus verschiedenen Gruppen, startet am Mittwoch Aktionstage. Das Fernziel sei eine Mieterbewegung wie in Spanien, wo Zwangsräumungen verhindert wurden.

Wien/KS. Die einen wollen Mietpreisobergrenzen, ausschließlich unbefristete Mieten und ein Ende der Gentrifizierung, die anderen wiederum der „strafvollzugsähnlichen Hausordnung“ in Obdachlosenheimen den Kampf ansagen. Gemeinsam ist den verschiedenen Gruppen, die sich zum Bündnis „Wilder Wohnen“ zusammengeschlossen haben, dass sie mit der Mietsituation unzufrieden sind.

Hier der gesamte Bericht der Tageszeitung DIE PRESSE

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KPÖ-Ideen für leistbares Wohnen

Weiter im Gespräch bleibt der Vorschlag von Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou eine Mietzinsobergrenze von sieben Euro pro Quadratmeter einführen zu wollen.

Justizministerin Karl lehnt aber eine Miet-Obergrenze ab. Und Bundeskanzler Faymann meint nur, er unterstütze den Vorschlag des Wiener Wohnungsstadtrats Ludwig, der "über eine Deckelung von Zuschlägen" reden will. Ludwig fordert, dass "die Zuschläge privater Vermieter maximal 25 % des Richtwertzines" ausmachen sollen.

Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: "Wohnen ist ein Menschenrecht. Besonders die Gesetzesänderungen durch das 3. Wohnrechtsänderungsgesetz von 1994 (beschlossen von SPÖ und ÖVP), wo die Befristungen von Mietverträgen und die sogenannten Richtwertmieten eingeführt wurden, haben zu den heutigen katastrophalen Zuständen auf dem Wohnungsmarkt geführt. Zudem machen hohe Einstiegskosten (Provisionen, Kautionen) Wohnen für viele Menschen immer weniger leistbar. Besonders junge Menschen (Lehrlinge, Studierende) und Alleinerzieherinnen stehen damit vor unlösbaren Problemen."

Josef Iraschko, Mietrechtsexperte der KPÖ-Wien und Bezirksrat der KPÖ in der Leopoldstadt: "Es braucht einen Mix von verschiedensten Maßnahmen, um Wohnen wieder leistbar zu machen. Nicht nur um die Begrenzung der Zuschläge geht es, sondern um die vollständige Abschaffung der Zuschläge und um die Rückkehr zum Kategoriemiet-System. Provisionen und Kautionen sind abzuschaffen. Zudem ist notwendig, dass alle Wohnungen dem Mietrecht unterliegen und befristete Vermietungen per Gesetz verboten werden."

Und natürlich - so Iraschko - "braucht es die Wiederaufnahme des kommunalen, sozialen Wohnungsbaus durch die Gemeinde Wien und die unsinnige Entkoppelung der Mieten von der Inflation, weil damit eine Preissteigerungs-Spirale, die sich verselbstständigt, in Gang gesetzt wird."

Kontakt

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Schüttaustr. 1-39
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Tel.: 01/480 88 33
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