MSZ
Druckfähige Version anzeigen

Wohnen darf kein Luxus sein!

Gemeinsam den Miethaien die Zähne ziehen!

Das Mieterselbsthilfe-Zentrum wurde auf Initiative der KPÖ-Wien Anfang Mai 1995 gegründet.

Die KPÖ-Wien wollte damit ein bewusstes Zeichen setzen, dass neben fachlicher kostenloser mietrechtlicher Hilfe auch wohnpolitische Überlegungen nicht zu kurz kommen sollen. Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist dabei, dass zwischen der VermieterInnen-und der MieterInnen-Seite grundsätzlich unterschiedliche Interessen herrschen.

Die KPÖ mit ihrem MSZ stellt sich dabei kompromisslos auf die Seiten der MieterInnen und will vor allem - wie der Name schon sagt - Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.

Kostenlose MieterInnenberatung
gibt es an zwei Nachmittagen Beratungen im Büro - und zwar jeweils Donnerstag und Freitag von 14 - 18 Uhr.
Darüber hinaus werden wir nach Möglichkeit für telefonische Beratungen erreichbar sein. Desgleichen gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, schriftliche Anfragen an unsere e-mail-Adresse zu richten.

Natürlich müssen wir versuchen private Finanzquellen zu erschließen, denn das Prinzip der Kostenlosigkeit unserer Beratung wollen wir aufrecht erhalten, da es sehr viele MieterInnen gibt, die sich weder einen Rechtsanwalt noch eine Mitgliedschaft in einer Mieterorganisation leisten können.
Wenn Sie die Möglichkeit haben uns durch eine Spende zu untersützen, dann ersuchen wir Sie um Einzahlung auf das
Konto bei der Erste Bank, BLZ 20111, Konto-Nr. 282-584-435/00, lautend auf den Namen: MSZ-UnterstützerInnen. IBAN; AT21 2011 1282 5844 3500

Übrigens: Infos zum Thema gibt es auch auf der Website der MieterInnen – Initiative (MI) unter http://mieterinnen.org/

Druckfähige Version anzeigen

Bringt die neue Lagezuschlagskarte wirklich rund 25% Mietreduktion im Altbau?

Die Wiener Wohnbaustadträtin, Kathrin Gaal, verkündete kürzlich angeblich sehr erfreuliche Nachrichten für Mieter und Mieterinnen in Wien? Aber stimmt die Aussage der Wohnbaustadträtin (der Lagezuschlag sei in vielen Bezirken aufgehoben) überhaupt? Welches Interesse stecken hinter der Präsentation einer neuen „Lagezuschlagskarte“ und der nicht verifizierbaren Aussage (s.u.) einer Mietreduktion von 25%, also von angeblich durchschnittlich € 180,00 im Monat? Als bloßes FAKE sollte man das natürlich nicht abtun, eher als Ablenkungsmanöver von den wachsenden Problemen am Wiener Wohnungsmarkt.

Mit der OGH-Entscheidung 5 Ob74/17 vom 20. November 2017 (veröffentlicht März 2018) ist zugunsten vieler MieterInnen eine richtungsweisende Klärung zur Frage zuschlagsrelevanter Lagen in sogenannten Gründerzeitviertel (Gebäuder errichtet zwischen 1870-1917) und darüber hinaus erfolgt. Schon im März 2018 gab es viele positive Meldungen vor allem von SPÖ-affinen Institutionen wie Mietervereinigung und AK, im Gegensatz dazu die Stellungnahmen der Immobilienbranche. Das Thema ist eigentlich rechtstheoretisch ausgereizt, beide Seiten warten nur mehr auf einen konkreten juristischen Fall, der naturgemäß kaum vor drei und mehr Jahren ausverhandelt sein wird.

(mehr)

Druckfähige Version anzeigen

Unser Angebot

Das MSZ bietet kostenlose Beratung in allen miet- und wohnrechtlichen Fragen an. Dies ist sowohl über das Internet (mieterselbsthilfe@kpoe.at) möglich, über Telefon (480 88 33) als auch über direkte Beratung im Büro (nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung!)

Sollte sich aus der Beratung die Notwendigkeit einer Vertretung vor einer Schlichtungsstelle oder Bezirksgericht ergeben, verweisen wir auf den Mieterschutzverband Österreichs, wo allerdings Mitgliedschaft erforderlich ist.

Unser Angebot umfasst unter anderem Auskünfte und Hilfe bei

Überprüfung der Mietzinse und Betriebskosten
Kündigungs- und Besitzstörungsangelegenheiten
Räumungsklagen
Fragen zur Befristung von Mietverträgen
Erhaltungs- und Verbesserungspflichten
Überprüfung von Haupt- und Untermietverträgen
Wohnbeihilfe etc.
Überprüfung der Anspruchsberechtigung für eine Gemeindewohnung

Druckfähige Version anzeigen

KPÖ-Ideen für leistbares Wohnen

Weiter im Gespräch bleibt der Vorschlag von Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou eine Mietzinsobergrenze von sieben Euro pro Quadratmeter einführen zu wollen.

Justizministerin Karl lehnt aber eine Miet-Obergrenze ab. Und Bundeskanzler Faymann meint nur, er unterstütze den Vorschlag des Wiener Wohnungsstadtrats Ludwig, der "über eine Deckelung von Zuschlägen" reden will. Ludwig fordert, dass "die Zuschläge privater Vermieter maximal 25 % des Richtwertzines" ausmachen sollen.

Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: "Wohnen ist ein Menschenrecht. Besonders die Gesetzesänderungen durch das 3. Wohnrechtsänderungsgesetz von 1994 (beschlossen von SPÖ und ÖVP), wo die Befristungen von Mietverträgen und die sogenannten Richtwertmieten eingeführt wurden, haben zu den heutigen katastrophalen Zuständen auf dem Wohnungsmarkt geführt. Zudem machen hohe Einstiegskosten (Provisionen, Kautionen) Wohnen für viele Menschen immer weniger leistbar. Besonders junge Menschen (Lehrlinge, Studierende) und Alleinerzieherinnen stehen damit vor unlösbaren Problemen."

Josef Iraschko, Mietrechtsexperte der KPÖ-Wien und Bezirksrat der KPÖ in der Leopoldstadt: "Es braucht einen Mix von verschiedensten Maßnahmen, um Wohnen wieder leistbar zu machen. Nicht nur um die Begrenzung der Zuschläge geht es, sondern um die vollständige Abschaffung der Zuschläge und um die Rückkehr zum Kategoriemiet-System. Provisionen und Kautionen sind abzuschaffen. Zudem ist notwendig, dass alle Wohnungen dem Mietrecht unterliegen und befristete Vermietungen per Gesetz verboten werden."

Und natürlich - so Iraschko - "braucht es die Wiederaufnahme des kommunalen, sozialen Wohnungsbaus durch die Gemeinde Wien und die unsinnige Entkoppelung der Mieten von der Inflation, weil damit eine Preissteigerungs-Spirale, die sich verselbstständigt, in Gang gesetzt wird."

Kontakt

Kostenlose MieterInnenberatung
Goethehof
Schüttaustr. 1-39
1220 Wien
Karte anzeigen
Tel.: 01/480 88 33
email
Impressum: Verein MSZ, Schüttaustr. 1-39, 1220 Wien